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Nachfolgelösung für Hinteregger Volg-Filiale

ZO/AvU, Lea Chiapolini 15.06.2017

Am 23. Juni ist der Volg in Hinteregg zum letzten Mal geöffnet. Doch die Angst, der Egger Ortsteil könnte eines seiner letzten Angebote verlieren, ist unbegründet: Im Herbst zieht der «Dorfladen Hinteregg» in die Räume ein.

Seit Anfang Jahr ist klar, dass sich die Landi Mittlere Zürichsee aus Hinteregg zurückziehen wird. Sie will sich ganz auf ihr Stammgebiet, das rechte Zürichseeufer, konzentrieren. Für Ernst Schenk, dem die Liegenschaft gehört, eine grosse Enttäuschung. Er suchte darum das Gespräch mit der Landi Winterthur, um eine mögliche Übernahme zu thematisieren.

«Dies hat ebenfalls nicht geklappt», sagt Schenk. Die Landi Winterthur sei zwar an den Räumen interessiert gewesen, seine Bedingung, dass die Cafeteria im Volg bestehen bleibt, wollte sie aber nicht erfüllen. «Dies würde nicht in ihr Konzept passen», sagt Schenk. «Meiner Meinung nach müssen sich aber nicht die Kunden nach dem Konzept einer Firma richten, sondern umgekehrt.»

Er fragte weitere Betriebe direkt an, ob sie an der Ladenfläche interessiert seien und schaltete ein Zeitungsinserat. Auf dieses meldeten sich schliesslich Yvonne Langhart und Thomas Hobi. «Wir haben uns auf Anhieb verstanden», sagt Ernst Schenk.

Günstigere Preise

Am 15. September eröffnen Langhart und Hobi ihren «Dorfladen Hinteregg». Die Preise im Dorfladen werden etwas tiefer als im Volg sein. «Wir sind zwar ein eigenständiger Laden aber arbeiten mit dem Spar-Maxi als Partner zusammen», sagt Langhart. Damit nähert sich das Preisniveau den Grossverteilern Migros und Coop an, die in der Gemeinde regelmässig für das Lädelisterben verantwortlich gemacht werden.

«Wir hoffen natürlich, dass nun mehr Egger und Hinteregger ihren Wocheneinkauf bei uns erledigen werden», sagt Hobi. Und Langhart ergänzt: «Es steht und fällt alles mit den Kunden.» Ihre Reinigungsfirma, die sie bisher gemeinsam geführt haben, wird es ab der Eröffnung des Dorfladens nicht mehr geben.

Kleinere Ladenfläche

Bis es soweit ist, wird die Ladenfläche umgebaut. «Für einen Dorfladen ist das Lokal eigentlich zu gross», sagt Ernst Schenk. «Zudem erstreckt sich die Fläche heute über zwei Liegenschaften.» Eine Mauer wird diesem Umstand ein Ende setzen, sodass der Dorfladen nur noch im Hausteil, der Schenk gehört, untergebracht ist. «Ich bin froh, dass wir eine neue Lösung für den Laden gefunden haben», sagt er. «Hätte der Laden auch ganz zugemacht, wäre dies sehr traurig gewesen.» Von den einst vier Restaurants, der Bäckerei, der Post und einem Volg mit integrierter Metzgerei sind einzig der Lebensmittelladen und das Restaurant Grütli im Egger Ortsteil verblieben.